Sonntag, 20. Februar 2011

Kein Spaß in der Schule!

Fast vergessen! Kürzlich, so etwa vor einem Monat, war eine gewisse Frau Ursula Sarrazin bei Maischberger zu Gast und durfte was sagen. Die Frau ist offenbar Lehrerin und meinte, dass sie es unerträglich findet, wenn Eltern ihren Kindern vor der Schule "viel Spaß" wünschen. Man soll, wenn überhaupt, "viel Freude" wünschen, denn ansonsten müssen die Kinder ja den Eindruck bekommen, dass sie gleich bespaßt werden.

Mir fällt da der Opa ein, der den Kindern erzählt, dass die Geschenke vom Christkind und nicht vom Weihnachtsmann gebracht werden und der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola ist.

Abgesehen davon, dass die Aussage gute Chancen hat ganz oben auf Useless Facts zu stehen ("In Germany Santa Claus is called Christkind"): was bleibt einem da als Vater übrig, wenn man dann fragende Blicke von den Kleinen beantworten soll.  Meine Antwort ist: "Opa ist heute ein bisschen verwirrt. Natürlich bringt der Weihnachtsmann die Geschenke!" - Ganz offenbar hat Frau Sarrazin Schule nicht verstanden, und Opa das Rebranding vom Christkind verpasst.

Meine Mutter hat mir auch immer viel Spaß gewünscht, und ich habe es manchmal gehasst, weil ich wusste, dass ich den bei dem einen oder anderen Lehrer nicht so kommen würde. In den Fächern hatte ich dann auch nicht so gut Noten. Bei den guten Lehrern hatte ich Spaß und gute Noten. Ja, Schule macht leider nun mal nicht immer Spaß. Die Erfahrung sagt mir inzwischen: Besser heulen, weil man pauken muss, als heulen, weil einem selbst hinterher die Note nicht passt.
Quelle: Stupidedia

Michael Felten beschreibt in seinem Buch Auf die Lehrer kommt es an, dass gute Lehrer aus Kindern gute Schüler machen können. Komisch, dass kaum jemandem der beschriebene Versuch aus Malmö bekannt ist. So richtig fett ausgetreten worden ist das in den hiesigen Medien nicht, oder?

Ach ja! Wenn ich das abends das Haus verlasse um mit einem Kumpel durch die Kneipen zu ziehen, wünschen mir meine Frau und meine Kinder auch "Viel Spaß!" - Sie freuen sich mit mir, dass ich nicht aus Frust saufen gehe...

Aber was machen wir jetzt mir Frau Sarrazin? Für die meisten gilt: einfach vergessen und freuen, dass man sie nicht ertragen muss. Alle konkret Betroffenen: Mein Beileid! Und immer daran denken: es geht vorbei!






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