Donnerstag, 14. Juni 2012

Der "Grüne" Strom von Warendorf - reloaded

Möglicherweise auch vor dem Hintergrund eines Leserbriefes, hat die WN einen Bericht zum Einstieg der Warendorfer Stadtwerke in den lokalen Strommarkt nachgeschoben. Der Artikel klärt nicht die Frage, die mir auf Seele brennt: woher kommt der Strom? Ein Broker -Vermittler- kauft an der Leipziger Strombörse Strom aus skandinavischen Wasserkraftwerken. Mit Zertifikat vom Öko-Institut Freiburg. Soso.




Der Stein des Anstoßes...


Von der WEV bin ich nur Formbriefe gewöhnt. Da habe ich mal ein bisschen recherchiert. Das ganze mündet dann in folgendem Leserbrief:





Nachgefragt

Zum Beitrag - "Grüne" Energie ist gefragt -, Dienstag, 12. Juni 2012 folgender Leserbrief:

Die WEV setzt also "auf 100 Prozent Öko-Strom". Zertifiziert! Wurde der WN auf Nachfrage zumindest so bestätigt, oder?

Aber das Öko-Institut, Freiburg hat das möglicherweise nicht zertifiziert, denn: das Öko-Institut vergibt das sogenannte ok-power Label (www.ok-power.de), und eine Anfrage dort ergibt (zumindest im ersten Anlauf): "Die Warendorfer Energieversorger sind tatsächlich nicht von uns zertifiziert." - Ein Missverständnis?

Ich bin jetzt verwirrt.

Wenn der geheimnisvolle Broker an der Leipziger Strombörse mal nicht die RWE ist, die "nach Information der WN der WEV beim Einkauf hilfreich zu Seite steht". Hilfreich, heißt kostenfrei? Die 500 Neukunden machen wohl um die 500000€ Umsatz pro Jahr. Was soll das sein, wenn doch gerade die RWE das städtische Stromnetz weiter betreiben will? Ein Trostpflaster? Und wenn dem so wäre: wer will das? Ich bekomme WEV und RWE nicht auseinander dividiert. Und: wenn die WEV mir gehören würde, ich würde mal nachfragen. So wegen der Transparenz und so...

Trotzdem: die RWE kündigt gerade Preiserhöhungen zum 1. August 2012 an. "Aufgrund dieser Preisänderung steht Ihnen nach neuen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch das Recht zur fristlosen Kündigung Ihres Stromliefervertrages zu." - Die WEV (im Gegensatz zur RWE) bekommen wir Bürger (und damit Inhaber) schon in den Griff. WECHSELT! Es kommt uns allen zu Gute.
Und jetzt noch ein bisschen mehr...

Da die WEV mehrheitlich im Besitz der Stadt Warendorf ist, dachte ich mir, ich informiere mal den Aufsichtsratsvorsitzenden. Das ist Jochen Walter, der Bürgermeister meines Vertrauens. Hoffe, dass diese Missverständnis dazu führt, dass die Aufsicht hier größer wird, und dass wir das Ding mit der Transparenz doch noch hinbekommen.




Aber eigentlich haben wir alle ganz andere Probleme. Ich z.B. werde jetzt erstmal den Mittagstisch decken. Die Kinder kommen gleich von der Schule...

Quellen



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