Samstag, 8. Juni 2013

Zitronenfalter und Schwarze Schwäne

Die Warendorfer Energieversorgung (WEV) sucht plötzlich einen neuen Geschäftsführer. Und das kommt so: Der 5-Jahres-Vertrag läuft zum 31.Juli aus; in nichtöffentlicher Sitzung wird entschieden, dass ein neuer Vertrag nur für zwei Jahre angeboten wird; der Stellenmarkt für Geschäftsführer von kleineren Stadtwerke ist Karussell. Jetzt sind alle ganz aufgeregt und befürchten, dass die WEV handlungsunfähig wird.Für viele Beteiligte also ein typischer Schwarzer Schwan: "[...] ein Ereignis [...], das extrem unwahrscheinlich ist, völlig überraschend eintritt und sich im Nachhinein einfach erklären lässt." 

Der Vertrag lief aus, die Konditionen für eine der Vertragsseiten wurde verändert und dennoch kann man kann die Vokabeln unwahrscheinlich und überraschend nicht streichen. Da die WEV nicht untergeht, handelt es sich bei dieser Betriebsstörung nur um einen Impuls, der den Weg der WEV neu ausrichten wird. Denn, wer glaubt, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet, der glaubt auch, dass ein Geschäftsführer ...

Was ich gelernt habe: der Rat der Stadt Warendorf greift, in nichtöffentlicher Sitzung, in die Geschäfte der WEV ein, und das muss auch wohl so sein, denn die Stadt ist der größte Anteilseigner.

Die Stadtwerke Haltern (dahin wechselt der aktuelle Geschäftsführer der WEV) haben ihren Neuen kurzfristig gefunden: die Kündigung des Alten wurde am 8.Januar 2013 bekannt. Das schaft unser Stadtrad auch! Das Leben geht weiter. Das ist immer so. Aber das Alles im stillen Kämmerchen entschieden wird, dass muss doch nicht sein, oder?
PS: das Geschreibe oben ging als Reaktion auf den Kommentar der WN als Leserbrief an die WN. In der Regel wird so ein Leserbrief aber nicht veröffentlicht, denn er widerspricht der Meinung und Intention der Redaktion.

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