Samstag, 14. Dezember 2013

Telekommunikation in ländlichen Gebieten

ISDN kam verspätet, DSL noch mehr und VDSL wird, außer da wo es heute schon gibt, nämlich im Nahbereich um die Hauptverteiler der Telekom in den Stadtteilen Warendorf und Freckenhorst, nie kommen. Da müsste die Telekom nämlich in die passive Infrastruktur (die berühmten Glasfasern) investieren und kann nicht mehr vom öffentlichen Geschenk der Kupferkabel zehren.

Eins ist sicher: Die Telekom weiß nicht mal wo Warendorf liegt. Der Breitband-Ausbau erfolgt erst dort, wo ein ein an der Börse notiertes Unternehmen operieren muss. Nämlich da, wo sich Investitionen innerhalb von wenigen Monaten amortisieren: In den großen Städten.

VDSL-Verfügbarkeit
Das völlige überteuerte LTE kommt auch später, weil man die LTE Basisstationen mit ordentlich Bandbreite anschließen muss. Und was brauch man dafür? Glasfasern.

LTE mit bis zu 150Mbit/s. Wo ist Warendorf?
Die Idee mit den Leerrohren ist erstmal gut. Sich der Hoffnung hinzugeben, dass irgend ein Internet-Dienstleister auf die Idee kommt, dass man in Warendorf Leerrohre anmieten kann, und dann auch noch aktiv wird, ist naiv. Das weiß man in der Stadtverwaltung auch, denn wenn, wie aktuell im Walgernweg, die Straße erneuert wird, verlegt man keine Leerrohre, und Telekom/Unity-Media etc. werden auch nicht (mehr) informiert, denn "die verfolgen eigene Ziele und haben noch nie Interesse bekundet."

Ohne Eigeninitiative läuft nix!


Machen wir es doch wie beim Strom: Die Stadt gründet eine Telekommunikationstochter, holt sich Partner ins Boot, und beschränkt sich, mit langem Atem, auf den Vertrieb der Infrastruktur. Stichwort: Open Access Network. Alternativ können wir uns hier in Warendorf natürlich auch vollständig von der Entwicklung in der Telekommunikation abhängen lassen. Die Demografie wird es uns danken!


Quellen:


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