Samstag, 26. Juli 2014

Vernünftig denkende Bürger

Kürzlich wurde in der Warendorfer Innenstadt, genauer Kanonenburg, ein Baum gefällt. Warum soll mich das als Anwohner des Walgernwegs, irgendwo in einem anderen Wohngebiet der Stadt, interessieren? Nun:
Bäume leben nun mal nicht ewig und Warendorf ist in den letzten 40 Jahren auch erheblich grüner geworden. Bäume inmitten einer Stadt/einer Wohnstraße sind aber sehr wertvoll, besonders wenn es sich um ältere Bäume handelt.
Ein Ratsmitglied:
Man kann daher zunächst davon ausgehen, dass diejenigen, die einen solchen Baum entfernen ebenfalls vernünftig denkende Bürger sind, die den nicht ohne Grund fällen.
Wirklich?

Samstag, 5. Juli 2014

Keine aufschiebende Wirkung - Die Kosten des ISEK Warendorf

Die Westfälischen Nachrichten haben Informationen, die ich auf den Seiten der Stadtverwaltung, die ich irgendwo unter www.warendorf.de vermute, nicht finden kann.

In einem Beitrag in der Ausgabe vom 4.Juli 2014 zur Erneuerung des Pflasters auf dem Marktplatz in Warendorf heißt es:
  • eine Reduzierung der Kosten (Sanierung des Untergrunds), von 90.000€ um 36.000€ ist nicht wesentlich.
  • Die Kosten können um weitere 100.000€ gesenkt werden, falls man sich für eine ungebundene, statt einer gebundenen Pflasterung entscheidet, incl. des Hinweises, dass die ungebundene Bauweise Folgekosten hat, da die Fugen immer wieder erneuert oder nachgebessert werden müssen.
Den Hinweis, dass auch eine gebundene Bauweise in der Regel Folgekosten hat, Stichwort Bewegungsfugen, vermisse ich. Zudem scheint die gebundene Bauweise immer noch eine technische Herausforderung zu sein, für die es keine DIN-Norm gibt, und aktuelle "Empfehlungen" schlecht als Grundlage für eine Ausschreibung dienen können. Wagen wir einfach mal ein Experiment! Der Marktplatz ist zum Leuchtturm-Projekt des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) erkoren. Werden die übrigen Baumaßnahmen dann in der gleichen Bauweise ausgeführt? Auf die Argumentation warum auf (meiner Ansicht nach wesentliche) Minimierung der Kosten, verzichtet wird, bin ich gespannt. Des Pudels Kern bei der Diskussion um eine kleine oder große Lösung für den Marktplatz: die Kosten aller Beteiligten. Ein passendes Pflaster und Barrierefreie Ausführung stellt ja wohl niemand in Frage.

Abwarten muss man jetzt die Zulassung des Bürgerbegehrens. Ich interpretiere weitere Aussagen in dem Bericht: Dass die Verwaltung der Stadt eine gerichtliche Auseinandersetzung, die keine aufschiebende Wirkung hat, in Aussicht stellt, spricht dafür, dass der Rat der Verwaltung für das ISEK schon einen Freifahrtschein ausgestellt hat und schon alles entschieden ist. Kann sein, kann aber auch nicht sein. Wie schon erwähnt: Informationen, die ich auf den Seiten der Stadtverwaltung, die ich irgendwo unter www.warendorf.de vermute, nicht finden kann.